Rostgans

Tadorna ferruginea

Ruf der Rostgans - hier abspielen (Beatrix Saadi-Varchmin, XC440718, www.xeno-canto.org )

Rostgans | © Frank Derer © Frank Derer
Die Rostgans ist in Bayern ein Neozoon. Ursprünglich kommt sie aus den zentralasiatischen Gebieten.

Merkmale und Aussehen

Die eher kleine Rostgans ist 60 bis 70 cm groß (zum Vergleich: die Graugans ist 74 bis 84 cm groß) und hat eine Flügelspannweite von etwa 100 bis 135 cm (Graugans: 150 bis 168 cm Flügelspannweite). Das Gefieder ist, wie der Name schon sagt, rostrot mit einem hellen Kopf. Die Oberseite der Flügel ist schwarz-weiß. Diese kann man besonders im Flug gut beobachten. Im Prachtkleid hat das Männchen einen schwarzen Halsring.

Die Rostgans ist in Bayern ein Neozoon. Ihr natürliches Hauptverbreitungsgebiet liegt in den zentralasiatischen Gebieten. Sie ist aber sehr anpassungsfähig bei der Wahl ihres Lebensraumes, Gefangenschaftsflüchtlinge haben sich daher gut in Deutschland etabliert.

Ebenfalls interessant: Sie gehört - ebenso wie Brandgans und Nilgans - zur Unterfamilie der Halbgänse (Tadornini), diese bilden eine Art „Zwischenform“ (Halbgänse) und haben Eigenschaften von Gänsen und Enten, z.B. Rostgänse gründeln im seichten Wasser, ähnlich wie unsere heimischen Gründelenten; sie zupfen aber auch Gräser und Samen an Land wie Gänse.

Lebensraum

Die Rostgans ist sehr anpassungsfähig und sie ist daher in vielen verschiedenen Lebensräumen im Binnenland anzutreffen. Oft besiedelt sie offene Bereiche wie Sümpfe, Flüsse oder Seen. Man findet sie aber auch in Parkanlagen mit Gewässern oder Gebieten mit einzelnen Bäumen. Im Winter halten Sie sich an großen Seen und Flüssen mit kleinen Inseln oder Sandbänken auf.

Stimme

Die hupenden oder trompetenden Rufe der Rostgans sind meist über weitere Distanzen zu hören.

Nahrung

Auf dem Speiseplan stehen hauptsächlich Pflanzen, darunter Gräser und Samen. Ab und zu fressen Rostgänse auch Kleintiere wie Insekten, Fische, Würmer und kleine Krebse.

 

Rostgas beim Baden | © Josef Baumgartner © Josef Baumgartner
Rostgans beim Baden.

Fortpflanzung

Rostgänse leben monogam. Sie brüten einmal im Jahr von März bis Juni. Die Brut dauert ca. 28 Tage. Während der Brutzeit sind die sonst als gesellig geltenden Gänse eher aggressiv und verteidigen ihr Revier vehement gegen andere Arten und Brutpaare. Ihr Nest bauen sie in Baumhöhlen, denn Rostgänse sind eigentlich Höhlenbrüter. Teilweise nisten sie jedoch auch in Felsspalten und gelegentlich auch in Nistkästen. Dort legen sie 8–9 Eier. Nach dem Schlupf brauchen die Küken 55 Tage bis sie flügge sind, danach sind sie bereits selbstständig.

Zug

Die Gänse sind Teilzieher. Einige Individuen bleiben im Winter in der Nähe ihrer Brutplätze, während andere in ihre Winterquartiere ziehen. Diese reichen von der Türkei bis nach Äthiopien.

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